Torische Kontaktlinsen
Von Kontaktlinseria.de | 10. März 2009 | Kategorie: AllgemeinTorische Linsen sind erforderlich bei einer Hornhautverkrümmung. Sie kommen nicht für “normale” Kontaktlinsenträger in Betracht, sondern nur für Patienten bei denen eine spezielle Verkrümmung der Hornhaut - in der Fachsprache auch als “Astigmatismus” oder “Stabsichtigkeit” bezeichnet - vorliegt. Bei dieser Art der Augenerkrankung ist die Hornhaut an einer Stelle nicht komplett rund, wodurch ein einzelner Punkt oft als Linie wahrgenommen wird, weil das durch die Hornhaut einfallende Licht an dieser Stelle anders gebrochen wird.
Aus diesem Grund müssen bei torischen Kontaktlinsen neben der Sehstärke in Dioptrin auch der Zylinderwert und der Achswert berücksichtigt werden. Der Zylinderwert misst die Stärke der Hornhautverkrümmung an der betroffenen Stelle und wird ebenso wie die Sehstärke in Dioptrien angegeben. Der Achswert gibt dagegen an, an welcher Stelle der Kontaktlinse der Zylinderwert platziert werden muss. Seine Angabe erfolgt daher in Gradzahlen. Um diese From der Fehlsichtigkeit ausgleichen zu können, ist es erforderlich, dass die Kontaktlinse immer in der richtigen Position gehalten wird. Dies geschieht durch den sogenannten Prismenballast.
Aufgrund der höheren Fertigungskosten sind torische Kontaktlinsen in der Regel deutlich teurer als normale Linsen. Wichtig für betroffene Patienten ist auch, dass diese Linsen unbedingt von einem Augenarzt oder Optiker angepasst werden müssen. Daher ist es in der Regel auch nicht möglich, problemlos eventuell günstigere Linsen von einem anderen Anbieter zu kaufen. Ebenso wie herkömmliche Linsen werden torische Kontaktlinsen auch als Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreslinsen angeboten.